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Part X Rückreise – Kassensturz – Sommerpause

Nach der Reise ist vor der Reise, aber jetzt wird erstmal der deutsche Sommer genossen.

Nach unserer ersten Rucksackrudeltour hieß es nun ersteinmal wieder nach Hause kommen. Rucksäcke auspacken, Wäsche waschen und die liebsten Menschen wieder sehen. Wie es uns damit gegangen ist, könnt ihr hier nachlesen. Auch geben wir einen kleinen Überblick über unsere Ausgaben. 

Da sind wir wieder…zurück in Deutschland. Zurück im Regen, der Unpünktlichkeit der Deutschen Bahn, aber auch zurück zu Hause, bei unseren Familien, in unseren eigenen vier Wänden und mit ganz vielen neuen Geschichten im Gepäck.

Wir können unser Glück immer noch nicht fassen und schauen uns zwischendurch immer wieder an und sagen uns, dass wir einfach alles richtig gemacht haben. Wir haben uns die letzten Monate so frei gefühlt und das Leben durchweg genossen. Otti hat unser Leben so sehr bereichert und uns so viele unvergessliche Momente geschenkt, dass wir ihr unglaublich dankbar sind.

Die ersten zwei Wochen haben wir damit verbracht Zeit mit unseren Familien zu verbringen, Wäsche zu waschen und den Papierkram der letzten Monate abzuarbeiten. Da hatte sich irgendwie vieles angesammelt, was auch wirklich keinen Spaß machte.

Leider hat es auch mit unserem Glasfaseranschluss geklappt, den wir schon aus Mexiko in Auftrag gegeben haben, sodass wir uns nun (immer noch ohne Anschluss) mit der Telekom herumärgern dürfen.

Das Wichtigste von allem war jedoch Otti eine zweite Mahlzeit schmackhaft zu machen. Wir hatten unterwegs schon mit etwas Obst morgens und mittags einen Brei angefangen. Da Mary nun wieder arbeiten muss, waren wir darauf angewiesen zwei Breimahlzeiten zu geben. Also führten wir morgens einen Milchbrei ein, den Otti mit Interesse verschlang.

Jetzt gerade macht sie ihren Mittagsschlaf und ich habe endlich mal wieder Zeit unseren letzten Part zu schreiben. Mal gucken wie lange Otti mich lässt^^.

Kassensturz

Viele von euch fragen sich nun wie teuer eigentlich so eine Reise ist. Wir haben vorher noch nie eine Reise so genau getrackt wie diese, aber für uns war es wichtig ein gewisses Budget einzuhalten. Wir haben uns für die 3 ½ Monate 20.000€ als Budget gesetzt. Klingt jetzt erstmal viel, aber wenn man überlegt was manche für 2 Wochen Pauschalurlaub bezahlen, relativiert sich das wieder.

Wie kamen wir auf das Budget, es klingt ja ziemlich ausgedacht. Ist es aber nicht! Wir haben unsere Ersparnisse und Einkommen während der Reise (2×900€ Elterngeld / Monat) berechnet und davon die laufenden Ausgaben zu Hause und natürlich die (prognostizierten) Reisekosten abgezogen. Wir haben mit monatlichen Durchschnittswerten gerechnet, z.B. Unterkunft 1.500€/Monat oder Mietwagen 1000€/Monat. So landeten wir bei 20.000€ Differenz zwischen Ersparten + Einkommen und Fixausgaben und Reiskosten.

Um es vorweg zu nehmen: Wir haben unser Budget leicht gerissen und sind am Ende bei 20.399,02€ gelandet. 207€ hiervon stammen aus dem Schaden am letzten Mietwagen.

Es sah aber nicht immer danach aus, als würden wir unser Budget halten können, denn insbesondere Hawaii hat uns mit seinen doch sehr hohen Lebenshaltungskosten ziemlich überrascht. Wir wussten schon, dass die USA und insbesondere Hawaii teuer würden, aber dass man 5-8 USD für ein Toastbrot, 8 USD für eine Gallone (3,8l) Milch und 7 USD für eine lokal angebaute Ananas haben uns dann doch sehr kalt überrascht. Auswärtsessen war auch recht teuer, wobei Poké Bowls (10-17 USD) noch am bezahlbarsten waren. Nur kamen dann immer die dreisten Aufforderungen nach Trinkgeld mit Auswahlmöglichkeiten zwischen 15-25%.

Französisch-Polynesien hingegen war nicht nur günstiger, bot dazu noch die weitaus bessere Lebensmittelqualität. Endlich wieder europäische Wurst und Käse und zumindest frisches Baguette. Auch das Gemüse war günstiger und dennoch frisch und lecker.

Mexiko war preislich ziemlich gespalten. In den kleineren, nicht so touristischen Städten und vorallem an lokalen Ständen war das Essen nicht nur sau lecker, sondern auch echt günstig. Bevorzugt man aber westliches Essen (Pizza, Pasta, Burger, etc.) zu konsumieren, zahlt man auch hier gesalzene Preise. Gerade in Tulum, aber auch im ebenfalls sehr touristischen Mahahual lage die Preise mindestens auf, wenn nicht gar leicht über europäischen Standard.

Klar, wenn man 2 Wochen Urlaub macht, ist einem das egal. Wenn man aber mehrere Monate ohne wirkliches Einkommen „überstehen“ muss, dann rechnet man halt gegen.

Wir sind aber auch froh, dass wir es beide generell lieben die lokale Küche auszuprobieren und nicht auf die „Nummer Sicher“ zurückgreifen zu müssen. Hier spart man immer Geld, denn lokale Küche ist in der Regel immer günstiger, als der importierte Einheitsburger.

Kurzum: Wir sind uns nach wie vor einig, dass es sich absolut gelohnt hat und wir immer wieder einen Kleinstwagen investieren würden. Die Erlebnisse, vor allem die Primetime zu dritt sind in Geld nicht zu bemessen!!!

 

Wie geht’s jetzt weiter?

Naja, wie schon gesagt mime ich erstmal den Sugardaddy und betreue Otti, während Mary die Moneten ranschafft. Gerade jetzt, nachdem auch Otti und ich auch so viel Zeit zusammen verbracht haben, sind wir ein super eingespieltes Team. Klar fällt es uns schwer auf Mary zu verzichten und wir würden lieber weiterhin alles gemeinsam erleben. Doch das Leben ist kein Zuckerschlecken und möchte finanziert werden. Nach drei Monaten wechseln wir uns auch ab, sodass auch Mary wieder in den Genuss kommt und ich nicht zum Hänger mutiere.

Die ersten (zwei) Tage haben schon super geklappt, auch wenn ich froh bin, dass ich die letzten Tage noch eine gründliche Einweisung von Mary erhalten wo ich alles finde und an was ich alles denken muss. Doch gerade durch die Reise, die vielen Ortswechsel, die Ausflüge, haben wir alle schon ganz viel gelernt. Auch Otti weiß jetzt zumindest: „Egal wo hin es geht, die beiden da passen auf mich auf und kümmern sich um meine Bedürfnisse.“

Ansonsten werden wir versuchen so viel es geht den deutschen Sommer zu genießen. Bisher lässt das Wetter ja leider zu wünschen übrig.

Bald schon werden unsere Reisevorbereitungen beginnen. Erst wollen wir uns hier aber in aller Ruhe eingrooven, damit Otti und auch wir selbst nicht zu kurz kommen. Wir merken nämlich jetzt schon, dass hier schon wieder eine ganz andere Taktung anliegt. Mary, die 8 Stunden am Tag woanders gebunden ist und ich, der dann voll und ganz auf Otti fixiert ist und noch versucht die Wohnung einigermaßen in Schach zu halten.

Sobald die ersten Planungen bezüglich Teil II stehen, werden wir euch hier auf dem Laufenden halten. Solange heißt es wie immer

Stay tuned…